TS-Sommergarten erlebt einen Auftakt nach Maß

Bis 21. August wird 125 Jahre TS gefeiert.

Die Empfehlungen des Hessischen Fußball-Verbandes zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes sehen unter anderem vor, die Sportplätze in die drei Zonen Spielfeld, Umkleide und Zuschauerbereich zu unterteilen und diese deutlich voneinander abzugrenzen. Die Turnerschaft hat in ihr Hygienekonzept noch eine vierte Zone eingearbeitet – in der findet seit Freitag der 26. TS-Sommergarten statt.


Diese Sommergartenzone wurde am bislang heißesten Tag des Jahres eröffnet. Natürlich hatte die TS – ausgerechnet zum 125jährigen Vereinsjubiläum – in der Vorbereitung etliche pandemiebedingte Anpassungen vorzunehmen. Zwischen den Tischen gab es deutlich mehr „Luft“, das war auch dank des vom Innenbereich vor das Sportgelände verlagerten Fahrradparkplatzes möglich. Während die Sportler derzeit über einen Eingang beim Kunstrasen zum Training oder den seit Samstag ebenfalls wieder erlaubten Testspielen gelangen, bleibt den Sommergartenbesuchern der Haupteingang vorbehalten.

Dort sorgen die Mitglieder des Jugendausschusses und der Jazztanz-Gruppen mit an die Gäste ausgegebenen Chips die nächsten drei Wochen dafür, dass die Höchstgrenze von 250 Besuchern eingehalten wird. „Das lief an der Chipausgabe schon ganz gut. So kann es weitergehen“, sagte Philipp Köhl, der am Eröffnungstag gemeinsam mit Max Auth Dienst tat. Köhl warb auch um Geduld, falls es einmal nicht ganz so schnell voran gehen sollte. Schließlich erfassen die Mitglieder des Jugendausschusses die Kontaktdaten jeder Person. Diese Geduld sei bei den Besuchern aber durchaus vorhanden, lobte Köhl die Sommergartengäste, die den Aufwand, den die TS für einen etwas anderen Sommergarten mit Abstandsmarkierungen auf dem Boden und viel Platz zwischen den Tischen betreibt, durchaus zu schätzen wüssten. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, sich ihren Platz im Vorfeld zu reservieren.


Die ursprüngliche Planung sah vor, dass der Sommergarten in den ersten vier Wochen der Ferien stattfindet – er wäre also am Sonntag eigentlich bereits zu Ende gegangen. Nach der Verlegung geht es nun bis zum 21. August, das Rödermark-Turnier schließt sich direkt an. Auf die sonst immer besonders beliebten und besonders gut besuchten Musikveranstaltungen hat die TS schweren Herzen in diesem Jahr verzichtet.

Beim Speisenangebot arbeitet man erstmals mit einem Imbiss- und Crêpe-Stand-Betreiber zusammen. Beengte Küchen-Verhältnisse und der Blick auf geforderte Abstandsregelung auch für die eigenen Helfer gaben hier den Ausschlag. Auf Empfehlung von Peter Stein, Rödermark-Schausteller-Familie im „Fast-Ruhestand“, kam der Kontakt zur Familie Adler aus Ronneburg zustande. Die ist normalerweise auf Volksfesten im Einsatz und steht gerade in Zeiten von Corona alternativen Einnahmequellen verständlicherweise positiv gegenüber.

Die TS-Helfer haben trotz dieser Entlastung aber mehr als genug zu tun. Schließlich hatten und haben die pandemiebedingten Anpassungen einiges an Mehrarbeit zur Folge. Die TS-Küche komplettiert unter anderem mit Händkäs, Wurstsalat und dem sonntäglichen Speck & Eier-Frühstück jeweils von Freitag bis Sonntag das Speisenangebot. Bei der Getränke-Versorgung hat man sogar aufgestockt. An drei statt an bislang zwei Ausgabestellen werden die Besucher versorgt. Alles mit dem Ziel, lange Warteschlangen zu vermeiden. Hinzu kommen noch die Dienstschichten für die Registratur- und Hygieneaufgaben.

Bei aller Zufriedenheit über den gelungenen Start und mit dem Blick übers „Festgelände“ an der Walter-Kolb-Straße bemerkte Organisations-Chef Thomas Weiland am Freitag nach fast absolviertem Premiere-Tag: „Die Sonnenschirme im unteren Biergartenbereich müssen noch neu justiert werden, da sind die Leute nur am schwitzen – wir sind drei Wochen später, da ist der Sonneneinfall ein anderer als die Jahre zuvor.“

Der Jubiläums-Sommergarten der Turnerschaft hat bis zum 21. August wochentags ab 17 Uhr, Samstag ab 16 Uhr und sonntags ab 10 Uhr, bis jeweils 22 Uhr geöffnet.